Zur diesjährigen Hauptversammlung in Hegnach konnte Kommandant Andreas
Schmidt neben den Feuerwehrangehörigen auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Allen
voran Oberbürgermeister Andreas Hesky, Ersten Bürgermeister Martin Staab, Mitglieder
der Gemeinderatsfraktionen, die Ortsvorsteherin Schwaderer, die Ortsvorsteher
Winter, Englert und Schramm sowie Vertreter von Polizei, DRK,
Kreisfeuerwehrverband und der Werkfeuerwehr der Firma Bosch.
In seinen Grußworten brachte Oberbürgermeister Andreas
Hesky seinen Dank für das vergangene Jahr zum Ausdruck. „Unsere Feuerwehr
ist schnell, kompetent und gut ausgerüstet. Sie ist ein fester Bestandteil der
Stadt Waiblingen“.
Rückblickend auf 2009 hatte, laut Andreas Schmidt, Waiblingen zwar
etwas weniger Einsätze, dafür aber bei weitem anspruchsvollere als in den
letzten Jahren. Hauptursache hierfür waren neben drei Großbränden auch
schwierige technische Rettungen verunglückter Personen.
Hier zahlte es sich aus, dass auch im letzten Jahr weiter in
grundlegende Sicherheitsstandards wie Schutzkleidung, Wärmebildkameras und
Fortbildungen der eigenen Kräfte wie zum Beispiel in Seminare zur Unfallrettung
investiert wurde.
Des Weiteren lobte Schmidt auch die gute Kooperation mit
ortsansässigen Unternehmen wie der Firma Stihl, die im letzten Jahr der
Feuerwehr eine weitere Rettungssäge durch Vorstandsvorsitzenden Dr. Kandziora
überreichte.
Alles in allem ist die Freiwillige Feuerwehr Waiblingen mit 312
Ehrenamtlichen im aktiven Dienst gut besetzt. In Punkto Nachwuchs kann die
Jugendfeuerwehr derzeit die beste Stärke seit der Gründung 1992 nachweisen. Die
personelle Kontinuität setzte sich auch in der Führungsmannschaft fort, so
wurde Jürgen Aldinger als stellvertretender Kommandant für weitere 5 Jahre in
das Führungsgespann der Waiblingen Feuerwehr wiedergewählt.
Neben zahlreichen Übungen und Weiterbildungsmaßnahmen für die eigenen
Mitglieder bietet die Freiwillige Feuerwehr der Öffentlichkeit mit einem neuen
Internetauftritt und dem 150 jährigen Jubiläum der Abteilung Waiblingen am
17.-20. September 2010 viele Informationen und Aktivitäten rund um das Thema
Feuerwehr. Weitere Informationen hierzu können unter www.feuerwehr.waiblingen.de
abgerufen werden.
Im Anschluss an den Jahresbericht des Kommandanten und den Grußworten
der Gäste standen auch in diesem Jahr Ehrungen an. Das Feuerwehrehrenzeichen
des Landes Baden-Württemberg in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst
erhielten Dr. Karsten Homrighausen, Ulrich Aldinger, Albrecht Merz, Martin
Kruck, Siegbert Wieland, Peter Kepler, Hartmut Unger, Stephan Müller. Das
Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre Dienst durften Albert Kuhnle, Roland Sauer,
Eberhard Fried und Rainer Reinhardt entgegen nehmen.
Als eine besondere Auszeichnung für sein Engagement bei der Feuerwehr
bekam erster Bürgermeister Martin Staab die Bronzene Feuerwehrehrennadel des
Kreisfeuerwehrverbandes überreicht. Klaus Konrad erhielt auf Grund seines
ehrenamtlichen Engagements in der Ausbildung das Feuerwehrehrenzeichen in
Bronze.
Hauptübung in Bittenfeld
Wer letzten Samstag in Bittenfeld im Bereich Schillerstraße, unterer und oberer Brunnenstraße unterwegs war, dem bot sich ein Bild das man nicht aller Tage sieht.
Durch einen elektrischen Defekt und starken Funkenflug waren bei der diesjährige Hauptübung der freiwilligen Feuerwehr Waiblingen gleich 3 Gebäude innerhalb kurzer Zeit in Brand geraten. Dieses Übungsszenario forderte den Ehrenamtlichen am Samstagnachmittag mehr als nur eine schnelle Brandbekämpfung ab.
In diesem Jahr lag der Hauptfokus in der Koordination und schnellen Versorgung der vielen nachrückenden Kräfte. Eine eigens dafür aufgestellt Führungsgruppe musste sich mit Fragen nach dem richtigen Funkkanal und dem rechtzeitigen Nachschub mit Atemschutzflaschen bis hin zur richtigen Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz vor Ort auseinandersetzen.
Das Fazit von Kommandant Andreas Schmidt bei der anschließenden Übungsbesprechung: „Bis auf ein paar Kleinigkeiten konnten wir das anfängliche Durcheinander der vielen gleichzeitig anrückenden Kräfte schnell in geregelte Bahnen lenken. Wir sind für solch einen Ernstfall gut vorbereitet.“
(heg) Die Hegnacher Feuerwehrkirbe startete am Freitagabend mit der Flash-Over-Party in der Fahrzeughalle.
Am frühen Abend des 31. Juli überreichte der STIHL
Vorstandsvorsitzende, Dr. Bertram Kandziora, Waiblingens
Oberbürgermeister, Andreas Hesky, und dem Feuerwehrkommandanten der
Freiwilligen Feuerwehr Waiblingen, Andreas Schmidt, eine Rettungssäge.
Die Schenkung fand im Rahmen einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr im
Waiblinger STIHL Werk 2 statt.
„Die Schenkung demonstriert wieder einmal die enge Verbundenheit von STIHL mit seiner schwäbischen Heimatstadt“, so Oberbürgermeister Hesky bei der Übergabe der Rettungssäge MS 460-R. STIHL Vorstandsvorsitzender Dr. Kandziora betont, dass sich STIHL glücklich schätze, auf eine solch gute, jahrelange Zusammenarbeit mit der hiesigen Feuerwehr zurückblicken zu können und ergänzt: "Wir bei STIHL wissen, dass sich nur mit Spitzentechnik ein Spitzenergebnis erzielen lässt. Daher freuen wir uns, die Freiwillige Feuerwehr Waiblingen mit der Schenkung in ihrer wichtigen Arbeit unterstützen zu können.“
Die Rettungssäge kann unterschiedliche
Materialien, wie z.B. Autoglasscheiben, Trapezbleche oder Alu-Rolltore
problemlos zerschneiden. Wichtige Eigenschaften, dank derer die
Freiwillige Feuerwehr „die Menschen, die in Waiblingen leben und
arbeiten, im Ernstfall noch besser schützen kann“, erklärt
Feuerwehrkommandant Schmidt.

Kellerbrand
entwickelte sich zum Dachstuhlbrand
Mit dem Alarmstichwort „Kellerbrand im Ortsteil Neustadt“ wurden am Samstag, 04.04.2009 kurz vor Mitternacht die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Waiblingen aus dem Wochenende gerissen.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte vor Ort stand der Keller bereits im Vollbrand. Da sich zu diesem Zeitpunkt noch immer zwei (eine davon gehbehindert) von vier Bewohnern im Haus aufhielten, beschränkten sich die ersten Maßnahmen auf die Menschenrettung im Erdgeschoss.
Trotz des umfangreich eingeleiteten Löschangriffs von Innen und Außen, konnte die Feuerwehr ein übergreifen der Flammen in den angrenzenden Lagerschuppen nicht verhindern. Die darin enthaltene hohe Brandlast und die offene Holzbauweise des ganzen Gebäudes schufen einen Kamineffekt. Dieser erschwerte die Löscharbeiten so stark, dass ein Übergreifen bis in den Dachstuhl nicht verhindert werden konnte.
Erst gegen 3:00 konnte „Feuer schwarz“ gemeldet werden. Die umfangreichen Nachlösch- und Ausräumarbeiten zogen sich jedoch noch bis in den späten Sonntagvormittag fort. Die Feuerwehr war mit 58 Mann und 11 Fahrzeugen im Einsatz.
Millionenschaden bei Großbrand
Am Sonntag, 22.02.2009 fand die sonntägliche Ruhe für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Waiblingen gegen 12:00 ein vorzeitiges Ende. Die Alarmmeldung: Feuer in einem Raumausstattergeschäft im Waiblinger Industriegebiet Eisental.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte am Einsatzort konnte der Brand schnell im Untergeschoss des Gebäudes ausgemacht werden. Da sich in den geschlossenen Verkaufsräumen keine Personen aufhielten, konnte schnell mit den ersten brandbekämpfenden Maßnahmen begonnen werden.
Trotz eines schnellen Vorgehens im Innenangriff über das Untergeschoss und später auch Erdgeschoss konnte das Feuer nach anfänglichen Löscherfolgen nicht vollständig unter Kontrolle gebracht werden. Die im Keller gelagerten Teppichrollen, Parkettmuster und Bodenkleber konnten nur schwer abgelöscht werden. Im weitern Verlauf machte dichter Rauch und eine immer stärkere Hitzeentwicklung einen weiteres Vordringen zum eigentlichen Brandherd immer unmöglicher. Teilweise mussten die Trupps schon nach den ersten Metern ihren Innenangriff wieder abbrechen.
Diese Gegebenheiten veranlasste die Einsatzleitung dazu, eine Zwangsbelüftung des Gebäudes durch einen Großlüfter der Feuerwehr Fellbach vorzunehmen. Erst nachdem ein kontinuierlicher Frischluftstrom geschaffen war, konnten die Einsatzkräfte wieder über das Erdgeschoss bis zum eigentlichen Brandherd vordringen und ihn letztendlich erfolgreich mit Wasser und Löschschaum bekämpfen.
Um 16:45 Uhr konnte „Feuer schwarz“ an die Einsatzleitung gemeldet werden. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich noch bis in die späten Abendstunden fort. Der Schaden am Gebäude und der Einrichtung geht in die Millionen, die Brandursache war wohl ein altersbedingter elektrischer Defekt an der Stromversorgung
Die freiwillige Feuerwehr Waiblingen war mit rund 100 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen im Einsatz.

Die Freiwillige Feuerwehr Waiblingen wurde zum Jahreswechsel zwischen 17:00 Uhr und 7:00 Uhr zu insgesamt 7 Einsätzen alarmiert. Die Einsatzspanne reichte dabei von Containerbränden über Wassereinbruch bis hin zum Großbrand. Bei den meisten Bränden waren vermutlich Silvesterböller die Ursache.
Am 31.12. um 17:08 Uhr war die Ruhe des nahenden Silvesterabends für viele ehrenamtliche Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Waiblingen vorbei. In der Rettungsleitstelle ging die erste Meldung über einen brennenden Altpapiercontainer in Waiblingen ein.
Um 20:49 Uhr folgte dann ein Containerbrand im Ortsteil Neustadt. Hier konnte durch das schnelle Vorgehen der eingesetzten Kräfte ein Übergreifen der Flammen auf einen angrenzenden Holzschuppen im letzten Moment verhindert werden.
Um 22:38 Uhr brannte ein weiterer Container im Ortsteil Hegnach. Auch hier konnte die Feuerwehr ein Übergreifen des Brandes auf eine angrenzende Zimmerei verhindern.
Das neue Jahr war gerade 57 Minuten alt, als eine starke Rauchentwicklung aus einem Lichtschacht eines historischen Wohnhauses in der Waiblinger Altstadt gemeldet wurde. Der vorgefundene Brand konnte schnell gelöscht werden.
Kaum wieder zuhause beschäftigte die Feuerwehrangehörigen um 3:52 Uhr eine geplatzte Wasserleitung in einem leerstehenden Wohnhaus in der Waiblinger Rinnenäckersiedlung.
Um 5:07 Uhr wurden erneut die ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Ortsteil Hegnach mit einer ganzen Serie an Containerbränden konfrontiert. Die Feuer wurden zeitgleich mit zwei Fahrzeugen bekämpft.
Den Abschluss des turbulenten Jahreswechsels machte dann um 7:04 Uhr am
Neujahrsmorgen ein gemeldeter Gebäudebrand im Ortsteil Hohenacker. Beim
Eintreffen des ersten Fahrzeugs schlugen in dem seit längerem leerstehenden
Gebäude bereits die Flammen zu den Fenstern heraus. Die Feuerwehr konnte mit massivem
Einsatz, unter anderem mit Unterstützung des Drehleiterfahrzeugs ein Übergreifen
auf angrenzende Gebäude verhindern. Die Freiwillige Feuerwehr Waiblingen war mit
insgesamt drei Abteilungen und 70 Feuerwehrangehörigen im Einsatz. Diese wurden
während des gesamten Einsatzes vom ebenfalls alarmierten Sanitätsdienst
verpflegt. Wegen der starken Rauchentwicklung im Ortskern, wurde von der
Führungsgruppe der Feuerwehr ein Messwagen angefordert, der jedoch keine kritischen
Werte in der Umgebungsluft feststellen konnte. Der Einsatz war gegen 14:00 Uhr
beendet, die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Abendstunden.
